Meine Schulzeit an der

Realschule an der Mühlenstraße

Vor meinem ersten Schultag an der Realschule an der Mühlenstraße habe ich  sehr unruhig geschlafen. Meine Oma hatte mir erzählt, dasFamilie-Schules die Schule schon gegründet worden war, als sie noch ein Kind war - 1959! In meinen Träumen sah ich viele viele Lehrer (jetzt weiß ich, dass es 38 sind), ein Labyrinth von Gängen und 26 Klassenräumen und hunderte von fremden Schülergesichtern (mehr als 600), die ich selbst am Tag der offenen Tür nicht alle gesehen hatte. Aber die Begrüßungfeier brachte mich auf andere Gedanken. Dort hörte ich fetzige Songs und Flötenstücke, die ich später im Musikunterricht selber spielen lernte.

Hinterher habe ich mich dann zum Chor und zum Musicalprojekt angemeldet. Die Sport- und Kunst-AGs hätten mich ja auch interessiert, aber an einem Tag in der Woche bin ich noch zur Hausaufgabenbetreuung gegangen und meine Eltern wollten mich nachmittags ja auch mal sehen...
Nicht dass meine Klassenlehrerin mich direkt an die Hand nahm, aber es war doch schön, dass der Unterricht trotz der vielen neuen Fächer fast wie in der Grundschule war: Freiarbeit und Stationenlernen gehörten ebenso dazu wie die neuen Fächer SoLe (Soziales Lernen) und LAT (Lern- und Arbeitstechniken). Hier lernte ich nicht nur, wie man richtig und erfolgreich in allen Fächern lernt, sondern ich wurde auch zum “Benimm-Champion”.
Das Durcheinander war auch gar nicht so groß, weil ich am ersten Tag eine „Willkommens-Broschüre“ mit vielen wichtigen Tips und Informationen bekam, wie ich mich an meiner neuen Schule zurechtfinden kann. Wenn dann noch Probleme während der ersten beiden Schuljahre auftraten, halfen uns  die Lehrer und „Paten“ aus den oberen Klassen, die natürlich schon „alte Hasen“ im Schulalltag waren.
StreitschlichterAn vier Tagen haben wir etwas gemacht, was die Lehrer immer „Projekttage zum Schüler-Streitschlichter- Programm“ genannt haben. Ich fand das toll, weil ich hier gelernt habe, wie ich mich mit jemandem streiten kann, ohne dass ich ihn verprügele oder anbrülle. Einmal haben wir uns aber doch nicht alleine einigen können, da halfen uns die älteren „Streitschlichter“ und wir haben einen richtigen Partner-Vertrag geschlossen.
Auf 2 Stunden in der Woche habe ich mich immer ganz besonders gefreut, da hatte unsere Klasse Physik und Informatik. Ich habe gehört, dass die andere Klasse dafür noch Textilgestaltung hatte. Aber ich finde Experimentieren und Computer spannender.
In der 6. Klasse haben wir dann noch Französisch gelernt. War ja irgendwie cool so zu sprechen, aber Naturwissenschaften fand ich doch besser.
Ach ja, und dann haben wir am Ende der 6. Klasse eine tolle Fahrt in die Jugendherberge gemacht. Da ist unsere Klasse so richtig „zusammengewachsen“.

In Klasse 7 wurde es auch nicht langweilig. Während einige von uns weiter Französischunterricht hatten, lernten wir im ersten Halbjahr in “Schnupperkursen” die Fächer Biologie, Chemie, Informatik und Kunst kennen. Das einzige neue Fach war eigentlich nur Chemie (Biologie, Informatik und Kunst kannte ich ja schon). Aber ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie eine Klassenarbeit in solch einem Fach aussieht. Danach hatte ich den vollen Durchblick. Das war gut, denn am Ende des Halbjahres musste ich mein 4. Klassenarbeitsfach endgültig bis Klasse 10 wählen.
Am Ende des Schuljahres fanden tolle Projekttage zur sinnvollen Freizeitgestaltung statt. Hier konnte jeder ein neues Hobby für sich entdecken.
Wenn ihr jetzt meint:
Das war es schon!” - Nein!! Ab Klasse 8 mussten weitere wichtige Entscheidungen getroffen werden: Ein zweistündiges Fach konnten wir nach unseren Interessen wählen, Gott sei Dank ohne Klassenarbeit. Die Wahl fiel schwer, denn die Angebote reichten in diesem Jahr von Hauswirtschaft, Nähmaschinennähen und Bio-Spezial bis Italienisch. Nächstes Jahr gibt es im neuen Angebot zusätzlich Vorbereitungen für weiterführende Schulen oder den Einstieg in den Beruf (u.A. Fit für die Ausbildung und Englisch für den Beruf oder die gymnasiale Oberstufe).
Darüber habe ich mich jetzt selbst zum „Streitschlichter“ ausbilden lassen. Schließlich muss man den „Kleinen“ ja helfen. Wenn wir „Große“ jedoch ein Problem haben, können wir uns an die „Beratungslehrer“ wenden, die immer ein offenes Ohr für uns hatten und uns auch bei schwierigen Fragen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

WegweiserZunehmend rückte auch unser Leben nach der Schule in den Vordergrund: Im Hinblick auf einen späteren Beruf machen wir nächstes Jahr ein Praktikum. Ich habe mir schon einen Beruf ausgesucht. Ich will mal testen, ob das auch so ist, wie ich mir das vorstelle. Es ist ja erst einmal für 3 Wochen. Wenn mir das nicht gefällt, kann ich mir ja einen anderen Beruf aussuchen. Damit alles gut geht, wollen wirr systematisch unsere Stärken, Interessen und den Arbeitsmarkt „abchecken“, wobei uns neben den Lehrern auch außerschulische Berater, unter anderem vom Arbeitsamt, von Unternehmen und den weiterführenden Schulen in Gelsenkirchen, zur Verfügung standen. Vieles konnte man auch im Computerraum via Internet recherchieren oder in der Schülerbibliothek erforschen.

Aber besonders toll finde ich, dass wir in Klasse 9 endlich unsere Lieblingssportart wählen dürfen – endlich keine langen Gesichter mehr, weil irgendjemand die Sportart mal wieder nicht mochte. Mit zwei Kollegen spiele ich heute schon in einem Verein.

Vor meiner Zeit nach meinem letzten Schultag habe ich nun keine Angst mehr.

 

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